Windows 10 End of Life: Was Unternehmen jetzt tun müssen — und warum Linux die beste Antwort ist
Seit Oktober 2025 gibt es keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 10. Millionen Unternehmens-PCs laufen damit auf unsicherer Software. Ein Upgrade auf Windows 11 kostet — oder Sie nutzen die Gelegenheit für den Wechsel zu Linux. Was das konkret bedeutet und wie Sie vorgehen.
Was bedeutet Windows 10 End of Life konkret?
Am 14. Oktober 2025 hat Microsoft den Support für Windows 10 eingestellt. Das bedeutet: Keine Sicherheitsupdates mehr, keine Bugfixes, keine Patches für neu entdeckte Schwachstellen. Windows 10 wird weiterhin funktionieren — aber jede neue Sicherheitslücke bleibt dauerhaft offen.
🔴 Konsequenz: Unternehmen die Windows 10 weiter betreiben verstossen gegen DSGVO-Grundsätze (Art. 32 — technische und organisatorische Massnahmen) und setzen sich bei einem Datenschutzvorfall einer erheblichen Haftung aus. Für Schweizer Unternehmen gilt dasselbe unter dem revDSG.
Laut Statcounter lief Windows 10 zum Zeitpunkt des End of Life noch auf über 60 % aller Windows-PCs weltweit. Das betrifft Millionen von Unternehmensrechnern — auch in Deutschland und der Schweiz.
Die drei Optionen — ehrlich bewertet
Hardware: Was läuft noch unter Linux?
Das ist einer der grössten Vorteile von Linux gegenüber Windows 11. Während Microsoft strenge Hardwareanforderungen eingeführt hat, läuft Linux auf praktisch jeder Hardware der letzten 15 Jahre problemlos.
| Hardware-Alter | Windows 11 | Linux |
|---|---|---|
| 0–3 Jahre (neu) | ✓ Läuft | ✓ Läuft optimal |
| 4–6 Jahre | ⚠ TPM 2.0 prüfen | ✓ Läuft sehr gut |
| 7–10 Jahre | ✗ Meist nicht kompatibel | ✓ Läuft gut (Linux Mint empfohlen) |
| Über 10 Jahre | ✗ Nicht unterstützt | ✓ Läuft (leichte Distribution wählen) |
💡 Fazit: Ein 8 Jahre alter PC der unter Windows 11 nicht mehr läuft, bekommt unter Linux Mint noch 3–5 weitere produktive Jahre. Das spart Investitionskosten und reduziert Elektroschrott.
Welches Linux für Windows 10 Umsteiger?
Nicht jede Linux-Distribution ist gleich gut geeignet. Für Unternehmen die von Windows 10 umsteigen empfehlen wir:
Linux Mint 22 (Cinnamon) — erste Wahl für Windows-Umsteiger
Linux Mint ist optisch Windows am ähnlichsten — Taskleiste unten, Startmenü links, Datei-Explorer wie gewohnt. Für Mitarbeiter die Windows kennen ist die Eingewöhnung minimal. Basiert auf Ubuntu LTS, 5 Jahre Support-Garantie.
Fedora Workstation — für modernere Hardware
Fedora ist cutting-edge Linux von Red Hat — immer aktuell, sehr stabile Basis, ausgezeichneter Hardware-Support für neuere Laptops und Workstations. Etwas moderner in der Oberfläche, ideal für technisch affine Mitarbeiter.
Debian — für langfristige Stabilität
Debian ist das konservativste und stabilste Linux-System — perfekt für Server und Workstations wo maximale Zuverlässigkeit wichtiger ist als neueste Software-Versionen.
Was kostet ein Windows-zu-Linux-Wechsel wirklich?
| Position | Windows 11 Upgrade | Linux Wechsel |
|---|---|---|
| Betriebssystem | 199 € pro Lizenz (OEM) | 0 € — kostenlos |
| Hardware (10 PCs) | Oft neue Hardware nötig: 5.000–15.000 € | Bestehende Hardware weiternutzen: 0 € |
| Office-Suite | Microsoft 365: ~120 €/User/Jahr | LibreOffice: 0 € |
| Lizenz Folgekosten/Jahr | ca. 1.200 € (Microsoft 365) | 0 € |
* Einmalige Migrationskosten variieren je nach Anzahl Arbeitsplätze und Komplexität — von ca. 2 Std. für einen einzelnen PC bis zu einem Tagessatz für grössere Umgebungen. Kostenloses Angebot auf Anfrage.
Häufige Fragen zum Windows 10 End of Life
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