Beweisanker: IT-Datensicherung im Insolvenzverfahren
Beweisanker: IT-Datensicherung im Insolvenzverfahren
Mit der Verfahrenseröffnung laufen Hosting- und Lizenzverträge aus, Server werden abgeschaltet, Rechner verwertet — und mit ihnen verschwinden Buchhaltung, E-Mails und Verträge. Beweisanker sichert die gesamte IT der Schuldnerin, bevor das passiert: vollständig, nachweisbar und so, dass die Verwaltung weiter damit arbeiten kann.
Warum Daten in der Insolvenz verloren gehen
Wird ein Unternehmen insolvent, gerät die IT als Erstes unter Druck — und zwar aus drei Richtungen gleichzeitig.
| Druckpunkt | Was passiert |
|---|---|
| Zeitdruck | Mit der Verfahrenseröffnung laufen Miet-, Hosting- und Lizenzverträge aus. Die Daten müssen gesichert sein, bevor Systeme abgeschaltet werden. |
| Aufbewahrungspflicht | Handels- und steuerrechtliche Unterlagen sind bis zu zehn Jahre aufzubewahren — und für die Finanzverwaltung maschinell auswertbar bereitzuhalten. |
| Anfechtung & Haftung | Für Anfechtungsansprüche und Haftungsfragen braucht die Verwaltung vollständige, unveränderte Informationsbestände. |
Besonders tückisch sind Cloud-Dienste: Microsoft 365, OneDrive oder SharePoint werden bei ausbleibender Zahlung vom Anbieter gesperrt und nach einer Frist gelöscht. Was dort liegt, ist dann endgültig weg — unabhängig davon, welche Aufbewahrungspflichten noch bestehen.
Was Beweisanker macht
Der Unterschied zu einem gewöhnlichen Backup liegt im Anspruch: Es werden nicht nur Dateien kopiert, sondern das IT-System der Schuldnerin wird so erhalten, dass die Insolvenzverwaltung weiter damit arbeiten kann.
Das heißt konkret: Server, Clients, NAS, E-Mail-Konten und Cloud-Dienste werden als 1:1-Abbild gesichert, jedes Abbild mit SHA-256-Prüfsummen und Zeitstempel protokolliert. Anschließend wird das Altsystem virtualisiert bereitgestellt — Warenwirtschaft und Buchhaltung bleiben bedienbar, obwohl die ursprüngliche Hardware längst verwertet ist. Die Daten werden zusätzlich indexiert, sodass sich gezielt nach Dokumenten, E-Mails und Buchungen suchen lässt.
Alle Einzelheiten dazu stehen auf www.beweisanker.de; die Leistungen sind unter www.beweisanker.de/leistungen im Detail beschrieben.
Die sechs Leistungsbausteine
Server, Clients, NAS, E-Mail und Cloud-Konten als 1:1-Abbild — bevor Hardware verwertet oder Speicher gelöscht wird. Vor Ort oder per Fernzugriff.
Jedes Abbild wird mit SHA-256-Prüfsummen und Zeitstempel protokolliert. Die Unverändertheit der Daten ist gegenüber Gericht und Gutachtern belegbar.
Das gesicherte System wird in seiner bisherigen Form virtuell bereitgestellt. Warenwirtschaft und Buchhaltung bleiben bedienbar — auch ohne die alte Hardware.
Die Daten werden indexiert und durchsuchbar gemacht. Dokumente, E-Mails und Buchungen lassen sich gezielt filtern, etwa für Anfechtungsprüfungen.
Postfächer, OneDrive und SharePoint werden gesichert, solange der Zugang besteht — bevor der Anbieter wegen Zahlungsausfall sperrt und löscht.
Langzeitarchiv über die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen. Danach — oder vor der Verwertung der Hardware — DSGVO-konforme Löschung mit Protokoll.
Der Ablauf in vier Schritten
Umfang, Standorte und Zugänge werden kurzfristig geklärt — häufig noch am selben Tag, auch schon im vorläufigen Verfahren.
Alle erreichbaren Systeme und Cloud-Dienste werden gesichert, jeder Schritt mit Prüfsummen protokolliert.
Das Altsystem wird virtualisiert, die Daten werden durchsuchbar aufbereitet. Der Zugang richtet sich nach dem gewünschten Modell.
Das System wird für die Dauer des Verfahrens gepflegt, bis zum Fristende archiviert und anschließend nachweisbar gelöscht.
Der vollständige Ablauf samt Fristen steht unter www.beweisanker.de/ablauf.
Zugriffsmodelle: Cloud, lokal, mit oder ohne Betreuung
Ob die Verwaltung selbst recherchiert oder alles in fremde Hände legt, ist Verfahrenssache — und lässt sich im Verlauf ändern.
Browserzugriff auf das virtualisierte System und die Datenbestände, betrieben auf Open-Source-Infrastruktur in deutschen Rechenzentren.
Bereitstellung auf einem eigenen Rechner oder Server, auf Wunsch verschlüsselt und vollständig offline.
Hosting, Updates, Benutzerverwaltung und Systempflege übernehmen wir — oder die Umgebung wird selbst betrieben.
Kontrollierte, protokollierte Zugänge für Steuerberatung, Betriebsprüfung oder Gutachter — beschränkt auf die erforderlichen Daten.
Für wen das gedacht ist
Beweisanker richtet sich an alle, die in der Krise Verantwortung für Daten tragen: Insolvenzverwalterinnen und -verwalter, Sachwalter in der Eigenverwaltung, die vorläufige Verwaltung und Gutachter, Liquidatoren und Abwickler sowie die Restrukturierungsberatung.
Das Angebot speziell für die Verwaltung ist unter www.beweisanker.de/insolvenzverwalter beschrieben; häufige Fragen beantwortet die FAQ-Seite.
Warum Erdea Solutions das gebaut hat
Wir migrieren seit 2012 Unternehmens-IT auf Linux und Open Source — Server, Virtualisierung, Backup. Genau diese drei Felder sind es, die in einem Insolvenzverfahren gebraucht werden, nur unter anderen Vorzeichen: Statt eines laufenden Betriebs geht es darum, einen Zustand einzufrieren und belegbar zu machen.
Dass wir dabei auf offene Standards setzen, ist keine Geschmacksfrage. Ein Archiv, das nach zehn Jahren nur mit einer bestimmten Herstellersoftware lesbar ist, ist in dem Moment wertlos, in dem es diese Software nicht mehr gibt. Virtualisierung mit offenen Formaten, Prüfsummen nach einem dokumentierten Verfahren und Hosting in Deutschland sind deshalb Teil der Architektur, nicht ein Zusatz.
Beweisanker ist damit — wie WurfDesk — ein eigenes Produkt von Erdea Solutions: von uns konzipiert, entwickelt und betrieben.
Umfang, Standorte und Zugänge lassen sich häufig am selben Tag klären — auch schon im vorläufigen Verfahren.
Sicherung anfragen auf www.beweisanker.de →Hash-dokumentierte Beweiskette · Hosting in Deutschland · Bundesweit & Deutschschweiz
